„Hells Bells“ in Hochstetten: Alte Herren der SG Daxlanden gewinnen Krimi auf Grusel-Platz

„Hells Bells“ in Hochstetten: Alte Herren der SG Daxlanden gewinnen Krimi auf Grusel-Platz
April 15, 2024

Verdienter 3:2-Auswärtssieg zum Auftakt des AH-Pokalwettbewerbs

Es war schon ein bisschen gespenstisch beim FV Hochstetten: Der heimische Betreuer begrüßte das Daxlander Team in der Kabine mit Bud-Spencer-Shirt (Aufschrift: „Legendary Football Massacre“), der Platz mitten im Wald war gruselig schlecht, zum Einlauf der Mannschaften donnerte „Hells Bells“ über die Stadionlautsprecher – und am Ende tauchten, nach unheimlich guter Pizza, auf der Clubhaus-Rechnung wie von Geisterhand Getränke auf, die keiner getrunken haben wollte!

Aber egal, es war kein Gruselkick, sondern ein starker Auftritt unserer Alten Herren: Im ersten Pokalspiel der „AH-Europameisterschaft“ wurde bei der SG Linkenheim-Hochstetten nach großem Kampf mit 3:2 (Halbzeit 1:1) gewonnen. Und was wurde den zahlreichen Zuschauern – von wegen Geisterspiel! – nicht alles geboten: Harte Zweikämpfe am Rande der Legalität, Zauber-Freistöße, Elfmeter, Flugkopfbälle – und viele, viele wunderschöne Stockfehler zum Ausschneiden und an die Wand hängen.

Doch von Anfang an: Die SG Daxlanden kam gut ins Spiel und folgerichtig in der 10. Minute durch einen fulminanten Freistoß von Kevin Gerwin in den Winkel zur verdienten Führung. Danach wurde es vogelwild: Zuerst wurde ein sehr unglücklicher Elfer gegen Daxlanden gepfiffen, der in der 16. Minute verwandelt wurde, dann fiel Abwehrchef Thomas Sturm bei einer Rettungstat verletzungsbedingt aus – zuvor hatte schon Timo Jung das Feld humpelnd verlassen müssen.

Nach der Pause war mehr Ordnung im Spiel der lilafarbenen Daxlander: Man kam zu vielen Chancen, von denen Oli Simon eine in der 55. Minute per Nachschuss verwertete. Hochstetten war nur bei Standards gefährlich – und kam in der 60. Minute nach einer Ecke und schönem Kopfball prompt zum Ausgleich.  Nichts für schwache Nerven war auch das humorlose Einsteigen eines gewissen SG-Abteilungsleiters (Name der Redaktion bekannt), der nach eigenen Worten „ein Zeichen setzen wollte“. Das Zeichen war dann auf dem Oberschenkel seines Gegenspielers deutlich zu sehen – Ewald Lienen 1981 ließ grüßen! Der sportliche Krimi war erst in der 70. Minute beendet, als Torte mit Flugkopfball zum 3:2 einhechtete.

Fazit: Verdienter Arbeitssieg gegen eine rustikale Elf aus Linkenheim-Hochstetten. Gute Moral und guten Geschmack bewies die Truppe übrigens auch beim anschließenden Pizza-Essen im Clubhaus – Stichwort: weiße Soße (Insider)!

Capo