Psychoterror in Pfinztal: Keine Pizza, keine Punkte – AH der SG Daxlanden verliert in Söllingen

Mai 29, 2024

Mamma mia! Die Alten Herren der SG Daxlanden haben das letzte Vorrundenspiel im AH-Pokal bei der Sportvereinigung Söllingen mit 0:2 verloren. Da beide Teams bereits für die Playoffs qualifiziert waren, ging es zwar nicht um die goldene Ananas, aber immerhin um Platz 1 und 2 in der Tabelle.

Die Anzeichen vor dem Spiel waren eigentlich eindeutig. Zuerst versuchte uns der Gegner, im verwunschenen Pfinztal verkehrstechnisch in die Irre zu führen. Da wurden offensichtlich Baustellenschilder auf- und Wegweiser abgehängt, Einheimische hatten auf einmal keine Ahnung mehr, wo der Söllinger Sportplatz liegt, das Navi spielte verrückt – und irgendwo in der Ferne spielte jemand auf der Mundharmonika „Spiel mir das Lied vom Tod“. Aber trotz verzweifelter Notrufe in der WhatsApp-Gruppe („Ich will nach Hause“) schafften es alle Daxlander Spieler irgendwie auf das Vereinsgelände der Sportvereinigung.

Doch der Psychoterror ging weiter: Die Vereinsgaststätte – eine schöne Pizzeria – hatte am Spieltag „zufällig“ geschlossen, ein imposanter Bierwagen wurde vor unseren Augen von der ganzen Söllinger Mannschaft aufwändig neben den Platz gekarrt – nur, um ihn dann nicht zu öffnen! Darüber hinaus hatte ein Fotograf publikumswirksam Jubelfotos der Söllinger Aktiven geschossen – vor dem Spiel.

Die beste Showeinlage fand dann während der Partie statt, als es unsere Gastgeber fertigbrachten, gefühlt 32 Mal zu wechseln – und so Gegner, Schiedsrichter und Zuschauer in den Wahnsinn zu treiben. Fair Play sieht anders aus, meine Herren!

Achja, Fußball wurde auch noch gespielt. In Kurzform, da nicht der Rede wert: 0:1 nach 37. Minuten, Kevin rettete uns mit einigen tollen Flugeinlagen den Allerwertesten, kaum eigene Chancen, 0:2 in der 78. Minute nach Sonntagsschuss – Ende, aus, Micky Maus.

Söllinger wurde damit mit einem Punkt Vorsprung Gruppenerster vor der SG Daxlanden.

Über die Leistung des Schiedsrichters in der zweiten Halbzeit wollte der Verfasser eigentlich noch ein paar Zeilen verlieren, aber ihm wurde mitgeteilt, dass auch auf einer Webseite nicht unendlich Platz ist – schade!

Capo